"Bürger
wollen Einbahnstraße"
Land gewährt Zuschüsse
für die Dorferneuerung /
Mehrere Straßen betroffen
Der Bau- und
Planungsausschuss der
Gemeinde stimmte den
Ausbaukonzepten zu.
hobö
♦ Die Planungen für
Dorferneuerung ins Hünsborn
sind umfangreich und
beschäftigten bereits
mehrfach nicht nur die
politischen Gremien der
Kommune, sondern wurden auch
in einigen
Bürgerversammlungen
debattiert. Nun geht es an
die konkrete Umsetzung, denn
die Bezirksregierung hat den
Maßnahmenbeginn des gesamten
Konzepts bewilligt, sie
können ausgeschrieben und
vergeben werden. Das teilte
die Gemeindeverwaltung
gestern dem Bauausschuss
mit.
Die Dreikönigs-, die
Letterhaus- und die
Hofstraße sowie der Platz um
das Pfarrheim und die an der
Siegener Straße gelegene
Bushaltestelle sollen
umgestaltet werden. Die
einzelnen Maßnahmen ergeben
nach Auffassung der Gemeinde
mit den in den vergangenen
Jahren in Hünsborn bereits
durchgeführten
Dorferneuerungsmaßnahmen
(Kirchenumfeld,
Hirtenstraße) einen
"sinnvollen Rahmen". Die
Dreikönigsstraße hält die
Gemeinde "in ganzer Länge
für dringend
sanierungsbedürftig". Daher
beschloss der Gemeinderat
bereits im Juli vergangenen
Jahres den Ausbau, auch wenn
die Landesmittel nicht
fließen sollten. Zuwendungen
für die Umgestaltung des
Straßenkörpers werden jedoch
nur für den Bereich von
Einmündung Siegener Straße
bis zur Hofstraße gewährt.
Für diesen Straßenabschnitt
betragen die Baukosten ca.
180 000 Euro, die darauf
entfallenden Zuwendungen
rund 40 000 Euro. Die Kosten
für den gesamten Ausbau der
Dreikönigsstraße wurden
seinerzeit auf rund 520 000
Euro geschätzt.
Da nun der Bescheid aus
Arnsberg vorliegt, will die
Gemeinde die
Dorferneuerungsmaßnahmen auf
die Hof- und die
Letterhausstraße ausdehnen.
Nachdem den Anliegern die
Bauvorhaben bereits in der
vergangenen Woche
vorgestellt worden waren,
erläuterte Walter Marcus,
Leiter des Fachdienstes
Tiefbau bei der Gemeinde
Wenden, gestern auch den
Mitgliedern des
Bauausschusses die Details.
Demnach sollen die beiden
vorgenannten Straßen mit
einem neuen, 60 cm starken
Aufbau mit einer
Asphaltoberfläche versehen
werden. Da die Hofstraße
lediglich eine Breite von 3
Metern aufweise, hätten die
Bürger eine
Einbahnstraßenregelung
gewünscht. Gegenstimmen habe
es in der Versammlung nicht
gegeben, berichtete Marcus.
Sollten Straßenverkehrsamt
und Polizei der
Einbahnstraßenregelung von
der Dreikönigsstraße in
Richtung Siegener Straße
zustimmen, möchte die
Gemeinde dem Bürgerwunsch
nachkommen. Falls nicht,
plant die Kommune, auf einem
gemeindeeigenen Grundstück
die Fahrbahn auf insgesamt
4,50 Meter zu verbreitern,
damit sich entgegenkommende
Fahrzeuge passieren können.
Die Letterhausstraße weist
eine Breite von 4 bis 5
Metern auf und erhält
ebenfalls nur ein
talseitiges Bord. Entlang
der Straße möchte man die
versiegelten Flächen auf den
Privatgrundstücken
"möglichst entsiegeln", wie
Walter Marcus formulierte.
Nadelgehölze an beiden
Straßen sollen durch
Laubgehölze ersetzt werden,
Hecken derweil eine
Ergänzung erfahren. Im
Kanalsystem seien bei einer
Überprüfung nur geringe
Schäden entdeckt worden, die
von innen zu reparieren
seien.
Diesem Ausbaukonzept
stimmten die Mitglieder des
Bau- und Planungsausschusses
einstimmig zu. Die Kosten
für die beiden Straßen
werden sich auf rund 250 000
Euro belaufen, die sich
Anlieger, Gemeinde und das
Land nach einem diffizilen
Schlüssel aufteilen.